Heilplanze gegen Malaria!
Artimesia Annua anamed, eine Pflanze ähnlich unserem Wermut, gilt als Beispiel der Hoffnungs-träger von Heilpflanzen für Arme in Afrika. Amned, eine Gruppe von Medizinern und Heilern hat sich deshalb zusammen-gefunden, die Pflanze kennen gelernt und bereits zu Slumbewohnern und einfachen Bauern in Ghana gebracht. Sie hilft den an Malaria erkrankten armen Menschen in Afrika, die sich die teuren Medikamente nicht leisten können. Alle 12 Sekunden stirbt ein Mensch in Afrika an Malaria und viele Kinder leiden an deren gefähr-lichster Form, der Malaria tropica. Ohne Medizin haben sie keine Überlebens-chance.
Artimesia Annua anamed wird zum Beispiel als Tee zubereitet und getrunken. Der Tee schmeckt bitter, bewirkt aber einen rasanten Anstieg der roten Blutkörperchen und stärkt damit die Erkrankten. Zudem stechen nach der Einnahme weniger Mücken, was natürlich einen gewissen vorbeugenden Effekt hat, denn Malaria, wird hauptsächlich von der Anopheles-Mücke übertragen.
Dort wo Amned Afrika unterstützt, pflanzt eine Gruppe von Kleinbauern Artimesia Annua anamed selber an und verkauft die getrockneten Blätter. Geerntet wird kurz vor der Blütezeit, denn dann ist der Artemisinin-Gehalt am höchsten. Wenn sie gut getrocknet und gelagert werden, bekommt man einen Tee mit hoher Wirkstoffkonzentration. Laut Rot-Kreuz in Kinshasa im Kongo, waren die Patienten nach Behandlung mit diesem Tee fast alle negativ. In dem Test wurden insgesamt 160 Patienten behandelt und es wurde eine Heilungsrate von 90 % erzielt.
Einige Familien würden durch den Anbau der Heilpflanze sogar ein erträgliches Einkommen haben. Aber auch sehr arme Leute in den Slums könnten die Pflanzen in Blumenkübeln vor der Hütte ziehen und so den bisher hoffnungslosen Kampf gegen die Malaria aufnehmen.
Trotzdem hat die WHO bis jetzt kaum etwas unternommen, um die Organisation Anamed zu unterstützen, über Anbau und Wirkung von Artemisia zu informieren und um sie weltweit verbreiten zu können. Stattdessen setzt die WHO ausschließlich auf die Entwicklung von Tabletten aus Artemisinin, produziert vom Pharmakonzern Novartis. Leider hat die WHO nur wenig Kapital, und ist auf die finanzielle Hilfe der Pharmaindustrie angewiesen. Welch Ironie!